Gemeinsam für Frieden und Vernunft
Nie wurde mehr Geld für Rüstung ausgegeben als heute.
Nie wurden seit Ende des Zweiten Weltkriegs mehr Kriege geführt.
Und nie war die Gefahr größer, dass daraus ein neuer Weltbrand entsteht.
Wir sagen: Es reicht!
Schluss mit jeglichen Waffenlieferungen in Kriegsgebiete.
Keine neuen US-Mittelstreckenraketen nach Deutschland.
Friedensdiplomatie statt Kriegstüchtigkeit.
Kriege enden nicht von selbst – dafür sind sie ein zu gutes Geschäft.
Deshalb müssen wir aktiv werden.
Weil wir daran nicht verdienen.
Weil wir Schulen und Kulturhäuser statt Panzer und Kasernen brauchen.
Weil wir nicht auf dem Schlachtfeld geopfert werden wollen. Jeder Mensch hat das Leben verdient.
Die Konflikte in unserer Welt nehmen rapide zu. Von Russlands Krieg gegen die Ukraine über die von NATO-Staaten geführten Kriege in Vietnam, im Irak, Libyen oder Jugoslawien, den Krieg in Gaza und dem Iran, bis zu den zahlreichen heißen Konflikten am Horn von Afrika. Es nützt nichts, nur auf den Konflikt vor unserer eigenen Haustür zu blicken, auch wenn er uns verständlicherweise in besonderem Maße berührt. Ja, wir stehen wahrhaftig an einer Zeitenwende, einer Zeitenwende die suggeriert, dass man durch Parteinahme und das Gefühl, die Gerechtigkeit verteidigen zu müssen, auf der „richtigen Seite“ steht. Es ist Zeit zu erkennen, dass es beim Thema Krieg keine „richtige“ Seite geben kann. Diese Kriege bergen das Potential einer Vernichtung der Welt wie wir sie kennen. Das ist keine sentimentale Behauptung. Konflikte zwischen Atommächten können nicht „gewonnen“ werden. Krieg ist ein Geschäftsmodell. Es profitieren wenige auf Kosten der Vielen. Die Waffen liefern die Reichen, die Armen die Leichen. Es sollte das Gebot der Stunde sein, sich dem Ruf der Vernunft zu öffnen, einen Schritt zurück zu treten und wieder das Verbindende zwischen den Völkern zu leben.
Deutschland hatte nach der Zeitenwende 1989/90 die Chance, sich als Vermittler und Friedensstifter weltweit einen Ruf zu erarbeiten. Noch wäre die Chance dazu. Unsere Geschichte gibt uns den Auftrag dazu. Humanismus sollte Staatsräson sein.
Was auch immer uns trennt, aus welchem politischen Lager wir auch kommen, ob wir einer Religion angehören oder nicht – wenn uns der unbedingte Wille zum Frieden eint, dann gehören wir zusammen. Stellen wir uns nicht bedingungslos auf eine Seite. Stellen wir uns in die Mitte! Es ist kein Zeichen von Schwäche, sich auf ureigne menschliche Werte zu besinnen. So schwer es mittlerweile auch fallen mag. Zu guter Letzt: Denken wir an unsere Kinder! Was wollen wir ihnen hinterlassen?
Lasst uns gemeinsam handeln!
Ja, nie wieder ist genau jetzt, aber überall auf der Welt!
Werden wir die Mehrheit!

